Es kam manchem vielleicht wie ‚in Stein gemeisselt’ vor, daß ALPHA-OMEGA für die Bildrestaurierung der im Jahr 2008 entdeckten Szenen gewählt werden würde.
Tatsächlich gab es aber mittlerweile eine ganze Reihe von Firmen die sich um diesen besonderen Restaurierungsauftrag bemüht haben. Nach ausführlichen Tests mit dem argentinischen Material und digitalen Restaurierungsvorschlägen hat die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung im September die Entscheidung getroffen, daß unser Restaurierungskonzept das geeignetste scheint, um mit den arg verkratzt und belastet überlieferten Szenen umgehen zu können. Alle Schäden sind leider in das 16mm-Material einkopiert, so daß traditionelle Methoden wie Reinigung oder WetGate völlig nutzlos sind.
Wir sind naturgemäß sehr stolz, erneut eine Aufgabe zu übernehmen, die den Rahmen jeder üblichen Restaurierung weit hinter sich lässt. Wer schon Szenenbilder des Materials gesehen hat kann das Wort ‚unrestaurierbar’ fast nicht umgehen.
Für die Restaurierung dieser extremen Bildbelastungen entsteht derzeit in unseren Händen hier in München eine eigens entwickelte Software mit dem Ziel, die einst verlorenen Szenen hinter dem ‚Vorhang’ der im Übermaß prasselnden Kratzer hervorzuholen. Unser Ziel ist, wie schon in der Restaurierung vor 9 Jahren, daß man nach der Uraufführung zur Berlinale 2010 über das Filmwerk METROPOLIS spricht, und wie der Film durch diese Szenen zu dem kompletten Gesamtkunstwerk ergänzt wird, das ursprünglich Fritz Lang’s Schneidetisch verlassen hat.
Die technischen Aspekte der Restaurierung haben sich da nicht im Vordergrund aufzuhalten, sondern der Film selbst.
Wir freuen uns mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung gemeinsam auf ein gutes Ergebnis und die vielen Stimmen zur komplettierten METROPOLIS-Fassung, die wir nach der Berlinale hören werden.
35mm / 16mm Formate sowie Sonderformate (z.B. 17,5mm), Original-Negative, Nitrofilm, handcolorierte Filme, geschrumpftes und beschädigtes Material mit WetGate (Nassabtastung)
HDCAM, HDCAM-SR, HDD, 35mm Negativ (Ausbelichtung) und Digital Betacam.
Wir legen Ihre Töne ans Bild an, und liefern das gesamte Produkt aus einem Guss.
Bilddefekte werden durch selektives Filtering und in Handretusche aus den digitalen Filmbildern entfernt.
Risse und alte Reparaturen
Passagen mit bereits bestehenden Reparaturen sowie geklebten Rissen werden sehr behutsam gescannt, und so die Vorlage -Bild für Bild- optimal digitalisiert. Nur wenn die beschädtigten Filmbilder optimal übertragen wurden, ist eine perfekte Retusche möglich.
Ein gutes Restaurierungsergebnis ist im optimalen Fall eine präzise Abbildung des Filmwerks wie es zur Herstellungszeit von den Filmschaffenden präsentiert worden war. Nicht immer sind alle Möglichkeiten einer digitalen Bearbeitung auch im Sinne einer authentischen Restaurierung richtig. Manches was heutzutage eventuell als störend angesehen wird, resultiert aus damaligen technischen Möglichkeiten, z.B. Dichteflackern aufgrund Handkurbelkameras.